1. Abstand vergrößern
Je weiter ein Tier vom Auslöser entfernt ist, desto weniger intensiv wirkt er. Beispiel: Hund reagiert auf andere Hunde → 20 m statt 5 m Abstand.
2. Umgebung vereinfachen
Trainiere zuerst dort, wo wenig passiert:
- Wohnzimmer
- ruhiger Garten
- leerer Parkplatz
- Reithalle ohne andere Pferde
Erst später: Park, Straße, Stall mit Betrieb.
3. Reizintensität senken
Das geht auf viele Arten:
- Geräusche leiser
- Bewegungsreize langsamer
- Sichtreize weiter weg
- Futter/Spielzeug erst später sichtbar
4. Trainingsdauer verkürzen
Kurze Sessions = weniger Fehler, weniger Stress. Lieber 3× 1 Minute als 1× 6 Minuten.
5. Belohnungsrate erhöhen
Wenn Ablenkung hoch ist, braucht dein Tier mehr Bestätigung. Hohe Belohnungsrate = Fokus steigt, Stress sinkt.
Beispiel: Hund reagiert draußen auf Geräusche
So reduzierst du Ablenkung Schritt für Schritt:
- Drinnen trainieren
- Fenster offen, aber keine Sichtreize
- Draußen, aber weit weg von der Straße
- Langsam näher an Geräuschquellen
Beispiel: Pferd ist im Stall abgelenkt
- Ruhige Boxengasse wählen
- Nur ein Pferd in Sichtweite
- Kurze Einheiten mit hoher Belohnungsrate
- Ablenkung langsam steigern
Merke:
Wenn dein Tier nicht reagiert, ist es nicht ungehorsam, die Ablenkung ist zu hoch.
Impulskontrolle & Ablenkung im Hundetraining
Antijagdtraining – Analyse von Ablenkung & Reizintensität
Dieser Artikel fasst wissenschaftliche Erkenntnisse zum Jagdverhalten zusammen und beschreibt, dass Hunde unter hoher Ablenkung (z. B. Wildsichtung) nicht mehr ansprechbar sind. Er erklärt, dass Training nur funktioniert, wenn die Reizintensität reduziert wird (Distanz, Sichtbarkeit, Bewegung).

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