Grundprinzip: Verhalten in kleine Schritte zerlegen

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Der wichtigste Punkt im Tiertraining: Du trainierst nicht das Endverhalten, sondern die Schritte dorthin.

Die 6 Schritte einer guten Trainingsplanung

1. Zielverhalten definieren

Was soll das Tier am Ende genau tun? Beispiel: „Hund legt sich auf eine Decke und bleibt dort 2 Minuten.“

2. Startpunkt bestimmen

Was kann das Tier jetzt schon? Beispiel: „Hund schaut die Decke an.“

3. Trainingsschritte zerlegen

Das ist der Kern: Du baust eine Shaping‑Treppenstufe nach der anderen. Beispiel für „auf die Decke gehen“:

  • Tier schaut zur Decke
  • Tier macht einen Schritt Richtung Decke
  • Tier berührt Decke mit Pfote
  • Tier steht komplett auf der Decke
  • Tier setzt sich
  • Tier legt sich
  • Tier bleibt 5 Sekunden
  • 10 Sekunden
  • 30 Sekunden
  • 2 Minuten

4. Verstärker festlegen

Was motiviert dein Tier? Futter, Spiel, Stimme, Clicker, Distanzvergrößerung, Freilauf etc.

5. Kriterien pro Schritt definieren

Wann gilt ein Schritt als „geschafft“? Beispiel: „Hund steht 1 Sekunde vollständig auf der Decke.“

6. Ablenkung & Umgebung steigern

Erst wenn das Verhalten sitzt, wird es generalisiert:

  • andere Räume
  • draußen
  • mit Ablenkung
  • mit größerer Distanz
  • mit längerer Dauer
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