Sommer – Hitze – Haustier

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Woran erkenne ich, wie warm es meinem Hund ist?

Woran erkenne ich, wie warm es meinem Hund ist?

Hunde können nicht wie wir schwitzen, sie regulieren ihre Temperatur vor allem über Hecheln und Pfoten. Umso wichtiger ist es, früh zu erkennen, wann deinem Hund zu warm wird.

Merksatz: Je früher du Überhitzung erkennst, desto einfacher kannst du gegensteuern (Schatten, Wasser, Pause, Abkühlung).

Typische Anzeichen, dass deinem Hund warm ist

  • Starkes Hecheln: schneller, flacher Atem, deutlich mehr als sonst.
  • Zunge weit draußen: oft breiter und länger als üblich.
  • Suche nach kühlen Plätzen: Fliesenboden, Schatten, Gras.
  • Weniger Aktivität: Hund wird langsamer, bleibt öfter stehen, legt sich hin.
  • Wärmere Ohren und Pfoten: fühlen sich deutlich warm an.
  • Mehr Trinken: Hund geht häufiger zum Wassernapf.

Kann ich es an der Zunge erkennen?

Ja, die Zunge zeigt dir oft sehr deutlich, wie warm deinem Hund ist. Achte dabei auf:

  • Farbe: Normal ist rosa. Sehr knallrot kann auf starke Überhitzung hindeuten. Blasse oder bläuliche Zunge = Warnsignal.
  • Form: Sehr weit herausgestreckt, breit und „hängend“ zeigt, dass deinem Hund warm ist.
  • Hechelverhalten: Wird das Hecheln trotz Pause nicht weniger, braucht dein Hund dringend Abkühlung.
  • Speichel: Starkes Sabbern oder Fädenziehen kann ein Zeichen für Überlastung sein.

Wichtig: Die Zunge immer zusammen mit dem Gesamtverhalten beurteilen; Atmung, Aktivität, Schatten suchen, Temperatur am Körper.

Frühe Warnsignale: Jetzt solltest du eine Pause machen

  • Hecheln hört auch in Ruhe nicht auf oder wird immer schneller.
  • Hund wirkt gestresst oder unruhig, kann schlecht entspannen.
  • Hund bleibt im Schatten stehen oder möchte nicht weiterlaufen.
  • Fell fühlt sich sehr warm an, besonders am Bauch und in den Achseln.

In dieser Phase: Belastung reduzieren, Schatten aufsuchen, Wasser anbieten, ggf. Spaziergang abbrechen.

Achtung: Mögliche Anzeichen für einen Hitzschlag

  • Sehr starkes, panisches Hecheln
  • Taumeln, unsicherer Gang, Schwäche
  • Glasige Augen, Desorientierung
  • Erbrechen oder Durchfall
  • Hellrote oder bläuliche Schleimhäute
  • Hund bricht zusammen oder reagiert kaum

Das ist ein Notfall: Sofort in den Schatten, langsam (!) kühlen (zuerst Pfoten, Bauch, Innenschenkel) und umgehend Tierarzt/Tierklinik kontaktieren.

Was du im Alltag tun kannst

  • Spaziergänge in die kühlen Zeiten legen: früh morgens und spät abends.
  • Mittags Hitze meiden: kurze Löserunden statt langer Touren.
  • Asphalt prüfen: Handrückentest; ist es dir zu heiß (ein och geht noch ist schon zu warm), ist es für Pfoten zu heiß.
  • Immer Wasser dabeihaben: unterwegs und zuhause.
  • Schattenplätze anbieten: drinnen wie draußen.
  • Hund nicht im Auto lassen: auch nicht „nur kurz“.

Jeder Hund ist anders

Kurznasige Rassen, sehr junge, alte oder kranke Hunde und Hunde mit dichtem oder dunklem Fell reagieren oft empfindlicher auf Wärme.

Beobachte deinen Hund im Alltag: Wie schnell hechelt er? Wann sucht er Schatten? So bekommst du ein gutes Gefühl dafür, ab wann es ihm zu warm wird.


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