„Ein Welpe darf nicht hochgenommen werden.“

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Was viele glauben:

Wenn ein Welpe hochgenommen wird, „verwöhnt man ihn“, „macht ihn unsicher“ oder „nimmt ihm die Chance, etwas zu lernen“. Manche denken sogar, dass Hochnehmen zu „Abhängigkeit“ oder „Dominanzproblemen“ führt.

Was wirklich stimmt:

Welpen sind körperlich und emotional noch nicht ausgereift. Sie können viele Situationen nicht alleine bewältigen, zum Beispiel:

  • zu viel Trubel
  • zu schnelle oder aufdringliche Hunde
  • unübersichtliche Begegnungen
  • gefährliche Umgebungen
  • Überforderung durch Reize

Hochnehmen bedeutet in solchen Momenten Schutz und Sicherheit, nicht Verwöhnen.

Warum der Mythos problematisch ist:

Wer einen Welpen aus Prinzip nicht hochnimmt,

  • lässt ihn unnötig Stress erleben,
  • riskiert schlechte Erfahrungen,
  • überfordert ihn in wichtigen Entwicklungsphasen,
  • und erschwert späteres Vertrauen.

Ein Welpe lernt nicht durch Angst oder Überforderung, sondern durch sichere, gut dosierte Erfahrungen.

Wie modernes Hundetraining es sieht:

Hochnehmen ist ein völlig normales Management‑Werkzeug, besonders in den ersten Lebensmonaten. Es hilft dem Welpen:

  • Situationen zu verarbeiten
  • Sicherheit zu spüren
  • Vertrauen aufzubauen
  • Reize dosiert kennenzulernen
  • Konflikte zu vermeiden

Wichtig ist nicht, ob ein Welpe hochgenommen wird, sondern wann und wie.

Was im Alltag wirklich zählt:

  • Ein Welpe darf jederzeit hochgenommen werden, wenn es Sicherheit oder Ruhe braucht.
  • Hochnehmen ersetzt keine Erziehung, es ergänzt sie sinnvoll.
  • Gute Erfahrungen entstehen durch Schutz, Orientierung und klare Signale.
  • Ein sicherer Welpe wird später ein sicherer erwachsener Hund.

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